Lauf10 / Grünwalder Burglauf 2019

sportshout war diesen Sonntag live dabei – sportshoutler liefen spontan den 10 km Grünwalder Burglauf mit.

Es geht los …: Am Sonntag, den 14.07.2019 sind wir drei Single-Sport-Freunde von der sportshout App, und es sind noch ca. zwei Stunden bis zum Start an der Startlinie in der Dr. Max Straße in der Höhe Grünwalder Kunstrasenplatz, wo um 11 .00 Uhr der Start zum 10 km Lauf erfolgen wird. Nach der Startbesichtigung gehen wir zum Ziel-Bereich im Grünwalder Freizeitpark beim Ausgang in der Nähe der Tennisplätze. Direkt dahinter liegt das wunderschöne Schwimmbad im Grünwalder Freizeitpark. 

Dort im Eingang sind Tische aufgebaut, wo die Startunterlagen für den 10-km-Lauf ausgegeben werden. Mit der Startnummer erhält jeder Läufer schon jetzt sein Finisher-Funktions-Shirt. Danach kehren wir zum Auto zurück und befestigen unsere Startnummern und den Laufchips an unseren Laufschuhen. Allmählich macht sich Nervosität bemerkbar. Kurz vor den Start besuchen wir noch einmal eines der ausreichend vielen Dixi-Klos und begeben uns zu den Start.

Als wir an der Startlinie vorbeikommen, sehen wir bereits Läufer, die zu diesem 10-km-Lauf aus der ersten Reihe starten werden. Ich starte aus der Mitte der Menschenmenge von Sportlern und werde ca. 15 Sekunden nach dem Startschuss die Startlinie passieren. Nur noch 90 Sekunden bis zum Start. Die Athleten aktivieren ihre Laufuhren, viele tänzeln hin und her, wie Boxer vor dem ersten Punch. Dann erfolgt die Erlösung: Der Startschuss peitscht und der Pulk setzt sich in Bewegung. Es ist in unserer Position unmöglich, gleich ins normale Lauftempo zu kommen, wir tippeln mit kurzen Schritten neben- und hintereinander her. Wir laufen die Dr. Max Straße entlang Richtung Nordosten, vorbei an den vielen schönen Villen. Nach ca. 0,5 km die erste Abbiegung in die Ebertstraße und wir kommen direkt auf den Hochuferweg zu. Entlang am Hochuferweg liegt unterhalb der Fluss die Isar bis zur Grünwalder Burg. Erst hier auf dem Weg nehme ich die spätmittelalterliche Höhenburg so richtig wahr, den quadratischer Burgturm, die Burgmauer und das prächtige Wappen-Burgtor. Endlich hat sich das Feld so auseinandergezogen, dass ich mein Tempo laufen kann und es genieße, neben und vor mir etwas Platz zu haben.

Da dies mein erster 10 Kilometer Lauf und aus zeitlichen Gründen nicht ausreichend trainiert habe, laufe ich die erste Runde etwas langsamer, als ich im Moment noch könnte. Denn ich will diesen Lauf auf jeden Fall im Ziel und nicht irgendwo auf der Strecke beenden. Notfalls werde ich die letzten Meter gehen, was bei einer Zeitbegrenzung von immerhin 1:15 Stunde möglich wäre.

Nochmals nach links in die Kastanienallee und nach ca. 3,3 Kilometern kommen wir wieder zum Startbereich in die nächste von drei Runden. Während sich bisher kaum einer für uns Läufer interessierte, werden wir hier mit Jubel und den üblichen „Hop, Hop“-Rufen empfangen. Wir biegen wieder nach rechts in die Ebertstraße ein, die uns direkt an das Isarhochufer führt, der uns wieder einen reizvollen Blick nach Pullach auf der anderen Seite des Flusses beschert. 

Jetzt geht es ein Stück auf der Straße an einige sehenswerte Bebauungen in Grünwald entlang und nach einer weiteren Linksbiegung dürfen wir nochmals die Martin-Kneidl-Grundschule in der Dr.-Max-Straße, leider jetzt im Regen bewundern. Ich sehe Christian, den offiziellen Eventfotografen der sportshout, den wir vor zwei Monaten kennen gelernt haben, und lasse mich von ihm fotografieren. Die Erinnerungsfotos sind somit gesichert. Nach ca. 7,5 km biegen wir das letzte Mal links in den Hochuferweg. Interessant finde ich auch hier den altgewachsen Baumbestand, den leider für einen Lauf zu schmalen aber schönen Spazier- und Fahrradweg, der dazu in dieser Gegend einlädt, viel Zeit im Freien zu verbringen.

Zuschauer hat es hier fast keine. Die würden diesen engen Streckenabschnitt auch im Weg stehen und mehr schaden als nutzen. Da ich keine Bestzeit im Visier habe, macht mir diese Art der Erkundung richtig Spaß. Wenn ich es eilig hätte, würde ich allerdings sicher einige Male fluchen, wenn ich mal wieder nicht überholen könnte, einem älteren Herrn ausweichen müsste, der sich auf der Wettkampfstrecke verirrt hat und nun allen Läufern im Weg steht, oder warum auch immer abbremsen müsste.

Wir laufen noch ein Stück weiter und ich sehe auf meiner Uhr die Zeit von 32:18. Mein Trainingsdefizit macht sich zum Glück noch nicht bemerkbar. Aber ich weiß genau, dass auf der verbleibenden Strecke noch einiges passieren kann. Schließlich ist es mein erster 10-Kilometer-Lauf. Richtig spannend wird es jetzt. Wir kommen in die Dr. Max Straße, wo an den Bürgersteigen einige Zuschauern stehen und uns hochleben lassen. Ab hier geht es zum Zielbereich. Während des Laufes beobachte ich die Touristen, die rechts von mir auf Campingstühle sitzen, oder schiele auf die Zuschauer, die sich links und rechts von mir am Gehweg tummeln, was meine Gedanken von meinen immer müder werdenden Beinen ablenkt. Bei Kilometer 9 klopft mir plötzlich jemand auf den Rücken. Es ist Basti, der in München nur wenige Minuten von mir entfernt wohnt. Er ist heute mit ein paar gleichgesinnten aus seinen Bekanntenkreis unterwegs.

Jetzt wo ich weiß, dass ich den 10-km-Lauf schaffen werde, ziehe ich etwas im Tempo an und überhole fast alle Läufer vor mir. Die letzten Meter vergehen wie im Flug. Dann kommt die 10-km-Marke und das Ziel, das ich nach 51:54 Minuten erreiche. Wenn ich gewusst hätte, dass es trotz des Trainingsrückstaus heute so gut läuft, hätte ich eine Zeit unter 50 Minuten angepeilt. Aber die Zeit war heute nicht wirklich wichtig. Ich bin froh, dass ich die 10 km ohne Probleme geschafft habe und nun noch fit genug bin, um das Ereignis mit meinen Mitläufern abends gebührend feiern zu können.

Nachdem ich mich erholt habe, treffe ich meine sporthoutler wieder. Wir halten uns noch ein wenig im Zielbereich auf, wo es alkoholfreies HOPFMEISTER, Wasser, Obst usw. gibt.. Das war bestimmt nicht mein letzter 10 Km-Lauf – und den nächsten schaffe ich unter 50 Minuten!

 

Euer Chris

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